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The Pimenta
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Spice garden bungalows in kerala @the pimenta a perfect kerala stay
...The food is the some of the best and most unusual Indian
fare that I have ever tasted.
You stay in traditional cottages within the beautiful countryside
of the farm, and the atmosphere is relaxed friendly and very
welcoming

- Carol McDermott, in Travellers Speak, The Guardian 22.9.01

Organic farm with four ensuite cottages for rent. Delicious
home-cooked food included in the rates and cooking classes...

Local sightseeing tours available. Rough Guide to South India -
Pg 360
I’m so glad we abandoned the ‘safety’ of our guidebook for a
few days! We feel lucky to have found this unique place. I do
hope we can come again for more hospitality relaxed
atmosphere and cooking classes... — Kristin & Erik Jones,
Oregon USA.
Heaven can wait! What a wonderful oasis... The most
relaxing place we have been in India. We loved the
gracious hospitality, the beautiful philosophy, and
wonderful sense of community. Also the home cooked
food was a revelation...
— Alex Oatman, New York
Wir haben wunderschöne Spaziergänge in der Umgebung
gemacht. Die Verpflegung war schon fast zu gut. Sehr genossen
haben wir die Ruhe nach der Hektik der grossen Städte Indiens.
Auch die Gespräche mit dem Gastgebeber waren sehr
aufschlussreich. Vielen Dank für alles.

— Rita Wilken, Oldenburg, Germany
Sua casa ecco gliente, familiare, come una casa di amici, dove
trovare simpatice, ottima compagnie et aiuto per l’organizzare.
Grazie per tutto....

— Lidia Monteverde, Brescia, Italy
Sono arrivata in questo "Pardiso" appena due giorni fa eppure
sono gio cambiatissima piú bella e piú felice!!! Graie davvero di
tutto spero di tornare prima possible cio cio siete fantastici!

— Ginevra Dalgas, Firenze, Italy
Lieu de repos
dans un endroit
plutôt calme et
plein de
chlorophylle;
découverte de
plantes tropicales,
d’ épices etc… On
retiendra surtout l’
acceuil trés
chaleureux des
Mathew et on
gardera un
souvenir
impérissable de
leur bonne et
abondante cuisine!

— Agnes de
Gouvello &
Dominique Diss,
France
it’s a great place to be at ease with oneself whilst mingling
with others.

— Diana Peltier Brown, U
Fyra jättesköna
dagar, en härlig
vila och vi är
nu redo att ta i
tu med det
övrige Indien.
Helt enkelt
oförglömligt!

— Sven
Lundvall,
Stockholm,
Sweden.
Un
Agriturismo
in India:
bella idea!
Allontamarsi
qualche ora
dal caos
delle città
indiane
ricarica un
po! Ottimo il
cibo e il
servizio.

— Lucia
Pozzi & Luigi
Galbiati,
Carugate,
Italy
....most important thing here is the "atmosphere", that
someone's feeling not as stranger here,

— Walter Schmid Friedrichshafen, Germany
magical setting truly welcoming, very relaxing, just to sit on the
veranda, listening to the birds, admiring the butterflies and the
jungle garden was wonderful... The garden tour was fascinating,
see all the spices actually growing..

— Mary Neate, UK
Nature, Nurture and Complete contentment
— William & Gabriell Tate
Channel Islands.
Im Reich des Pfeffer-Königs
Auf seiner Pfefferfarm in Kerala schuf der Jurist Jacob Mathew
eines der ersten Projekte Südindiens für ökologische
Landwirtschaft und sanften Tourismus.
Von Julia Kospach.


Jacob Mathew ist ein freundlicher Mann. Sein pausbäckiges,
braunes Gesicht ziert ein buschiger, leicht angegrauter
Schnurrbart. Höflich konzentriert schaut er aus dunklen Augen,
sein Englisch ist gefärbt vom eiligen Singsang seiner südindischen
Muttersprache Malayalam. Jacob Mathew ist der geborene
Gastgeber, er ist Farmbesitzer und er ist Anwalt. Aus diesen drei
Faktoren ergibt sich ein Leben, das einen für indische
Verhältnisse ziemlich unüblichen Verlauf genommen hat.
Reis und Ananas. Nicht nur sprichwörtlich, sondern ziemlich
präzise formuliert könnte man sagen, dass Jacob Mathew dort
lebt, wo der Pfeffer wächst. Nicht irgendein Pfeffer, sondern der
Welt bester - und das seit Hunderten von Jahren. Jacob Mathews
2,5 Hektar große Farm trägt den Namen "The Pimenta". "Pimenta
bedeutet Pfeffer-Königreich. Die Portugiesen nannten diesen Teil
von Kerala so, weil hier von jeher Pfeffer von ganz besonderer
Qualität wuchs", erklärt Mathew. Kerala ist jener indische
Bundesstaat, der sich über 500 Kilometer wie ein schmaler
Streifen entlang der Arabischen See von Norden nach Süden zieht
- bis fast an die Südspitze des indischen Subkontinents. Fährt
man von der alten, kolonial geprägten Hafenstadt Cochin nach
Osten ins Landesinnere, immer weiter hügelwärts, durch
Kautschuk-Wälder und staubige, quirlige, kleine Dörfer, vorbei an
giftgrün leuchtenden Reisfeldern und Pflanzungen silbriggrüner
Ananaspflanzen, erreicht man nach einer Stunde Fahrt und
zahllosen halsbrecherischen Überholmanövern des
Taxi-Chauffeurs (selbst zu fahren ist bei dem heiteren Wahnsinn
auf Indiens Straßen definitiv nicht zu empfehlen) Mathews Farm.
Ein kleines Tor an der Straße markiert den Eingang. "Jacob
Mathew, Advocate" steht auf einem kleinen, über die Jahre
dunkel gewordenen Schild. Eine schmale Sandstraße führt in einer
engen Kurve zum Haus, das inmitten hoher Bäume, üppiger
Büsche und sonnendurchschienener Palmblätter beinahe
verschwindet. Die Farm ist ein versteckter grüner Tropengarten.
Gleichzeitig verwirklicht Jacob Mathew dort seinen ehrgeizigen
Plan eines ökologischen Farm- und Agrotourismus- Projekts. Auf
diesem Gebiet hat der 40jährige in Südindien Pionierarbeit
geleistet.
"Als ich 1976 als 13-Jähriger hierher kam, bestand die Farm zur
einen Hälfte aus Kautschuk-Bäumen, zur anderen aus
Kokospalmen", erklärt Mathew. Nach dem Tod des Vaters, eines
Universitätsprofessors in Cochin, waren Jacob Mathew und seine
Mutter auf die Farm gezogen. "Ich war ein Teenager, der sich für
Landwirtschaft interessierte", erzählt er. Zehn Jahre lang taten
Mutter und Sohn, was die meisten Farmer in der Umgebung
taten: Sie arbeiteten mit chemischen Düngemitteln und
Pestiziden und sie operierten auf der Basis von Monokultur-
Anbau. Erst Anfang der 90er Jahre - Mathew hatte sein
Jura-Studium in Cochin bereits abgeschlossen und arbeitete als
Anwalt - kam der Sinneswandel: "In einem Buch über Pestizide
las ich über quecksilberhältige Pilzmittel, mit denen zum Beispiel
Ingwerpflanzen behandelt werden. Ich wollte das nicht mehr."
Mathew stoppte den Einsatz von Pestiziden und chemischen
Düngern, entfernte einen Großteil der Kautschukbäume und
begann auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. "Ich bin kein
Öko-Exzentriker und ich habe auch nichts gegen Monokulturen,
aber ich habe etwas gegen Kurzzeit-Erfolge, bei denen die Natur
ausgebeutet wird. Die Vögel auf der Farm sind nicht zu meinem
Vergnügen da: Sie tragen ihren Teil zur Biodiversität bei." Mathew
verwandelte die Farm zurück in einen Naturgarten. Er pflanzte
Jackfruit-, Mango- und Muskatnuss-Bäume, er pflanzte Watta-
Bäume, aus deren Holz Bleistifte gemacht werden und die mit
ihrem Laub große Mengen an Biomasse produzieren. Er setzte
verschieden Arten von Yams- Wurzeln und Tapioca und
unterschiedliche Gewürzpflanzen wie Pfeffer, Ingwer, Zimt, Vanille
und eine ganze Reihe von Heilpflanzen.
The Pimenta
A bed and breakfast with all meals in the spice garden bungalows, just an hour drive from the Cochin airport in Kerala
We also do vegetarian Kerala cooking holidays
"Im Grunde tue ich nichts anderes als zum alten traditionellen System des ‚thodi', des tropischen Hausund Waldgartens, zurückkehren, der früher das
Zentralstück der Landwirtschaft und Ökologie in Kerala war", erklärt er.
Lernen. Mathew führte Gespräche mit alten Dorfbewohnern, er las Fachbücher, er probierte aus. Er lernte, schnell wachsende Bäume als Schattenspender für
empfindlichen, langsam wachsenden Mahagoni zu setzen. Er lernte, wie man die Fluten des abrinnenden Monsun-Regenwassers länger im Boden halten kann,
indem man Pflanzen mit ausladenden Wurzelsystemen pflanzt. Er erfuhr, dass man auch felsiges Gelände nutzbar machen kann, wenn man dort Mahagoni-
Bäume zieht, deren tiefe Wurzeln ihren Weg unter die Steine finden. Und er lernte, wie man aus Kuhdung durch Gärung Methangas produziert. Eine solche
biologische Energieerzeugungsanlage erzeugt heute hinterm Haus das Gas für die Küche; und das mit nur zwei Kühen als Dungspendern. Fürs Warmwasser sind
Sonnenkollektoren zuständig - ein in Südindien seltener, den Gewohnheiten der Farmbesucher geschuldeter Luxus.
Mathews Farmland, das sich in sanften Terrassen über einen Hügel hinaufzieht, ist heute das - noch längst nicht abgeschlossene - Ergebnis dieses umfassenden
Prozesses von Learning by Doing. Immer öfter kamen Besucher, die sein Projekt sehen wollten. Mathew fühlte sich durch das Interesse ermuntert. Die Zeit und
die Mode gaben ihm Recht: In den letzten Jahren hat sich auch in Südindien ein kleiner Markt für Bio-Produkte und für sanften Tourismus aufgetan. Immer
mehr Farmer der Umgebung haben die neue Chance gewittert und ebenfalls begonnen, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Langsam wurde "The
Pimenta" bekannt, wurde Mathews Farm von Reisebüros in Cochin an Touristen empfohlen, die sich nach etwas abseits vom Küsten-Tourismus- Strom liegenden
interessanten Locations im Hinterland erkundigten. Die meisten kommen aber nach wie vor, weil ihnen irgendjemand, den es zufällig auf Mathews Farm
verschlagen hat, davon erzählt hat.
Übers Jahr besuchen inzwischen rund 250 Gäste die Farm. Aus den Tagesausflüglern des Anfangs wurden Hausgäste, die zwei, drei Nächte und mehr bleiben
wollten. Was Mathew zu bieten hatte, gefiel ihnen. Mathew hörte genau zu und reagierte. Klug mischte er den Genius loci mit dem, was seine - an westliche
Standards gewöhnten Gäste - an Ansprüchen stellten. Etwas abgelegen vom Haupthaus baute er vier kleine Gästehäuschen aus rotem Ziegel. Sie sind von
schlichter, stimmiger Schönheit mit großen Betten, auf denen bunt gemusterte Baumwolldecken liegen. Jeder neue Gast ist für Mathew möglicher Träger einer
wertvollen Information, die es ihm gestattet, sein ausgeklügeltes Wohlfühl- System noch weiter zu verfeinern.
Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet Mathews Mutter, eine lächelnde grauhaarige Frau im Sari, die sich nur selten und nur wenn wenig Betrieb ist, unter die
Gäste mischt. Sie ist es, die für alle kocht. Es sind atemberaubend variationsreiche, vegetarische Festmahle, die täglich serviert werden. Detailreich erklärt
Mathew die Speisen, die Reis-Pfannkuchen, die Gemüsebeilagen, das selbst gemachte Fladenbrot, die Curries, die Chutneys, die klebrig süßen Nachspeisen aus
Bananen und Kokosraspel. Viele der Gewürze kommen direkt aus dem Farmgarten in die Küche.
Wer es noch genauer wissen will, kann Mathew auf einen "Spice-Walk" durch die Farm begleiten. Direkt hinter dem Haus gräbt er eine Kurkuma-Wurzel aus.
Dazu erklärt er die Bedeutung von "Krishna Thulasi", dem heiligen Basilikum, einer Heilpflanze, die in den Tempeln auf erhöhten Plattformen gezogen wird und
zuhause in der Nähe der Tür. "Wenn man verkühlt ist", erklärt Mathew, "hilft ein Getränk aus Krishna Thulasi-Blättern, die man mit Kurkuma- Pulver aufkocht
und mit getrocknetem Ingwer und Pfeffer vermischt". Er erklärt die Verwendung der Araca-Palme, deren Nüsse in kleine Schnitze geschnitten und in Betelblätter
eingerollt gekaut werden. Auch über die Blätter des Curry-Strauchs berichtet Mathew Interessantes: "Curry- Blätter wirken - wie Ingwer - desinfizierend und
entgiftend. Sie sind ein gutes Mittel gegen Bronchitis. Der Grund, warum man begonnen hat, sie ins Essen zu tun, hat nichts mit ihrem Geschmack zu tun. Man
tut es, um sicher zu gehen. Hat man zum Beispiel Reis, von dem man nicht genau weiß, woher er kommt, streut man einfach ein paar Curry-Blätter darüber und
kann den Reis auf diese Weise reinigen."
Herzstück der Farm ist aber natürlich der Pfefferanbau. Die Pfefferpflanzen finden sich überall im Garten: Sie winden sich entlang der Stämme von Palmen oder
Mahagoni-Bäumen nach oben. Um wachsen zu können, brauchen sie viel Licht und Wirtspflanzen mit rauer Rinde. Die Pfefferkörner wachsen in dicken, dichten
Rispen, die zwischen den Blättern der Pflanze herausschauen. "Der Pfeffer ist reif, wenn sich an einer grünen Dolde zwei oder drei Körner rot gefärbt haben",
erklärt Mathew. "Schwarz wird der Pfeffer durchs Trocknen. Weißer Pfeffer entsteht, indem man den reifen Pfeffer sieben Tage in Wasser einweicht. Das Wasser
wird regelmäßig gewechselt, bis sich die Haut löst. Was bleibt, sind die weißen enthäuteten Körner. Grün bleibt der Pfeffer, wenn man ihn in Salzwasser einlegt
oder schockgefriert."
Ausflüge. Zwei bis drei Leute erledigen für Mathew die Farmarbeit. In der Touristensaison ist er selbst zu sehr mit den Gästen beschäftigt. Um den Aufent- halt
auf der Farm abwechslungsreicher zu gestalten, organisiert Mathew zudem noch eine ganze Reihe von Ausflügen: Ein Elefanten-Ausbildungszentrum steht auf
seinem Programm, der Besuch eines hinduistischen Tempels oder des größten Truck-Painting-Centers in Kerala. Dort werden Lastwägen mit geschnitzten und
bunt bemalten Aufbauten versehen. Sie sind ein auf Keralas Straßen allgegenwärtiger Anblick. Mathew arbeitet aber auch mit einer einheimischen Ayurveda-
Klinik zusammen, wo seine Gäste eine Ölmassage bekommen und die benachbarte Manufaktur besichtigen können, in der aus über 600 verschiedenen
Heilkräutern Ayurveda-Öle, -Pillen und -Cremen hergestellt werden.
Viel Zeit für seine juristische Arbeit bleibt Mathew nicht. Nicht zuletzt, um das Sorgerecht für seinen heute zwölfjährigen Sohn zu erkämpfen, hatte er sich auf
Scheidungs- und Kirchenrecht spezialisiert. Seit inzwischen vier Jahren lebt sein Sohn mit ihm auf der Farm. Eine kleine Patchwork-Familie aus Großmutter, Sohn
und Enkel - und Dutzenden von Gästen, die Mathew die Welt nach Hause bringen. Reisen? Nein, Jacob Mathew sagt, dass er alles, was er braucht, hier hat.
Freundlich lächelt er aus dunklen Augen und geht, um sich um das Abendessen zu kümmern.

Information
The Pimenta
Haritha Farms Kadalikad Post
686670 Kerala, India
Tel.: 00 91 485 2260216
E-Mail. harithafarms@yahoo.com oder haritha@satyam.net.in
Website: www.geocities.com/harithafarms
Quelle: HOMEPAGES
©Haritha Farm's -The Pimenta, Kadalikad Post -686670,Kerala,India
Tel:-+ 91 485 2260216,+91 485 2263006, +91 9249124206    Mobile +91 (0) 9447302347
Email
harithafarms@yahoo.com
www.harithafarms.com